Intensive Überwachung im Krisenfall

Krisen oder erhöhten Risiken eines überwachten Instituts kann die FINMA mit dem Instrument der Intensivüberwachung begegnen. Dazu setzt sie ein spezialisiertes Team ein, das nach grundlegender Analyse der Situation korrigierende Massnahmen festlegen kann.

Gerät ein überwachtes Institut in eine besonders heikle oder kritische Lage, kann die FINMA ihre Aufsicht über das betroffene Institut durch den Einsatz des Instruments der Intensivüberwachung verstärken. Über die Notwendigkeit des Einsatzes entscheidet ein internes Gremium.

Ablauf

Die Intensivüberwachung ist ein direktes Aufsichtsinstrument der FINMA. Dabei arbeitet ein interdisziplinäres, auf Kriseninstitute spezialisiertes Team Intensive Supervision (TIS) unter anderem mit folgenden Mitteln:

  • Vor-Ort-Untersuchungen
  • Gespräche und Verhandlungen mit relevanten Beteiligten
  • Unmittelbare Beobachtung von betrieblichen Abläufen

Korrigierende Massnahmen

Das TIS leitet bei erkannten Schwächen oder Regelverstössen zusammen mit dem Beaufsichtigten korrigierende Massnahmen ein. Diese Massnahmen können organisatorischer, personeller, operativer sowie finanzieller Natur sein und bis zur Umstrukturierung des Instituts oder zur Aufgabe der bewilligungspflichtigen Tätigkeit reichen.

Können sich die FINMA und das betroffene Institut nicht über die Sachlage und die erforderlichen Massnahmen einigen, sind in der Regel aufsichtsrechtliche Zwangsmittel zu erwägen. Die FINMA eröffnet in diesem Fall ein Enforcementverfahren.