Bundesamt für Privatversicherungen BPV

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Eigenkapital (nach Gewinnverteilung)

Die Börsensituation am Ende des Jahres 2001 zwang viele Versicherungsunternehmen zu erheblichen Wertberichtigungen. Diese sind die wesentliche Ursache dafür, dass per Ende 2001 seit langem erstmals beachtliche Bilanzverluste (Gewinnvortrag aus dem Vorjahr plus laufendes Jahresergebnis) ausgewiesen und z.T. auf eine Dividendenausschüttung im 2002 verzichtet bzw. diese stark reduziert werden musste. Diese Entwicklung veranlasste uns, neu das Eigenkapital nach Gewinnverteilung auszuweisen. Neu werden somit die bisher nicht berücksichtigten Bilanzgewinne mitgezählt und um die mitgeteilte Dividendeausschüttung des Folgejahrs vermindert, so dass damit das der Gesellschaft nach Ausschüttung tatsächlich zur Verfügung stehende Kapital ausgewiesen ist. Das bisher dargestellte Eigenkapital basierte auf einer vereinfachten Darstellung des Gesellschaftskapitals und den bereits fest zugeteilten Reserven, aber ohne Bilanzgewinn. Aufgrund dieser Praxisänderung ergeben sich veränderte, höhere Eigenkapital-Zahlen. Wir haben deshalb für einen konsistenten Mehrjahresvergleich die Zahlen der letzten 5 Jahre entsprechend neu gerechnet.

Zum generellen Verlauf des Eigenkapitals in den Hauptkategorien von Versicherern.

Insgesamt hat das Eigenkapital (nach Gewinnverteilung) aller beaufsichtigten Versicherer (Leben, Schaden, Rück) - um 28% gegenüber dem Vorjahr auf 35 Mrd. zugenommen. Dieses gesamthaft sehr kräftige Wachstum resultiert aus der ungefähren Eigenmittel-Verdoppelung bei den Rückversicherern im Nachgang an die Eigenkapitalaufstockung bei der Swiss RE und an den Börsengang der Converium AG im Jahre 2001. Ohne diese Sondereinflüsse bei den Rückversicherern wäre die Eigenkapital-Erhöhung insgesamt nur um 4.6% gegenüber Ende 2000 ausgefallen. Die Rückversicherer allein betrachtet sind - ohne Sondereinflüsse der beiden obenerwähnten Rückgesellschaften - mit ihren Eigenkapitalien (nach Gewinnverteilung) insgesamt in etwa auf dem Niveau von Ende 2000 geblieben.

Die Eigenkapitalien der Lebensversicherer sind gegenüber 2000 um 3.4% angestiegen. Bei den Schadenversicherungseinrichtungen nahm das Eigenkapital bis Ende 2001 insgesamt im Vergleich zum Vorjahresende um 6.8% zu. Zu diesem Anstieg haben in bescheidenem Masse die ab 2001 verselbständigt operierenden Krankenzusatzversicherer CSS AG und Assura SA ebenfalls beigetragen. Dass es unter den erschwerten Finanzmarktbedingungen von 2001 sowohl bei den Leben- wie auch bei den Schadenversicherern insgesamt überhaupt zu einer Eigenkapitalvermehrung (nach Gewinnverteilung) kam, ist zur Hauptsache auch auf die beachtlichen Dividendenreduktionen bzw. gar -Verzichte aus dem Jahresergebnis 2001 vor allem auch bei den grossen Gesellschaften zurückzuführen. Dergestalt wurde dem Erhalt von Eigenkapital Priorität eingeräumt.
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